Seit Januar 2012 ist Timo Becker Teil der Caritasfamilie am Moritzberger Weg in Hildesheim. Seine Karriere begann der studierte Erziehungswissenschaftler im Team Freiwilligendienste (Junge Caritas) als Bildungsreferent. Dort beriet und betreute er junge Menschen, die beim Caritasverband für die Diözese Hildesheim (DiCV) ein Freiwilliges Soziales Jahr oder einen Bundesfreiwilligendienst absolvieren wollen. "Es war in jedem Jahrgang faszinierend, die Transformation von unsicheren, schüchternen jungen Leuten zu gestandenen Personen zu beobachten, die nun ihre Stärken und Schwächen kennen und einzusetzen wissen”, erzählt Timo Becker. Diese Verwandlung der Freiwilligen habe er seitdem immer gerne begleitet und beobachtet - und nicht selten konnte er selbst etwas dabei lernen. "Mit der Jugend zusammenzuarbeiten, hilft, am Zeitgeist dranzubleiben”, erklärt er mit einem Lächeln. Gleichzeitig Werte und Glauben zu vermitteln sowie eine Lebensphase prägen zu können, habe ihn sehr erfüllt.
Durch Projekte wie "Incoming”, bei dem junge Ausländer:innen einen Freiwilligendienst in Deutschland absolvieren können, habe Timo Becker auch Bewerbungen aus der ganzen Welt erhalten und somit junge Erwachsene aus anderen Ländern und Kulturen kennenlernen können. "Dass auch die Einsatzstellen für die Freiwilligen stets offen und bereit für Integration und Inklusion waren, hat mich immer besonders gefreut”, sagt Timo Becker. Er hoffe, dass diese Einstellung seitens der Einsatzstellen erhalten bleibe. Er wünscht dem Team Freiwilligenmanagement, dass Offenheit und gegenseitige Unterstützung weiterhin im Fokus stehen. Nur so konnten Hürden, wie beispielsweise die Coronapandemie, gemeinsam gemeistert werden.
Allen Freiwilligen, die er seit 2012 begleiten durfte und die ihren Freiwilligendienst bei der Caritas beginnen, rät Timo Becker: "Nutzt ihn als Wegfindung für euch, aber auch, um Demokratie und Soziales zu erleben und zu stärken.” Freiwilligendienste seien etwas sehr Wertvolles, Sinnstiftendes - und von der Gesellschaft viel zu wenig anerkannt. In seinen Augen bräuchte es ein Recht auf Freiwilligendienst, wie es die Vision 2030, die von der Caritas unterstützt wird, fordert.
Für seine Funktion als Referent für Engagementförderung beim DiCV und als Geschäftsführer der Caritaskonferenzen im Bistum Hildesheim erhofft sich Timo Becker noch mehr Möglichkeiten: "Engagement ist eine Basis für Demokratiearbeit. Je mehr Ehrenamtliche sich für Menschen in Not solidarisch einsetzen, umso besser kann eine Gesellschaft in Krisenzeiten zusammenhalten. In meiner neuen Funktion kann ich die Politik für das Ehrenamt mitgestalten und hoffentlich viel bewirken.” Er würde sich beispielsweise mehr vergünstigte Fahrkarten für Ehrenamtliche wünschen und Rabatte etwa für Kulturangebote. "Darüber hinaus werde ich mich über den Fachausschuss Engagement und Ehrenamt der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege weiterhin für die Freiwilligendienste stark machen”, sagt Timo Becker.