Dr. Kirsten Kappert-Gonther, Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, besuchte vergangene Woche den Jugendmigrationsdienst (JMD) der Caritas Bremen-Nord. Bereits vor drei Jahren hatte sie sich vor Ort ein Bild von der Arbeit des JMD gemacht. Durch die bestehende Vertrautheit war es möglich, im Austausch schnell "ans Eingemachte" zu gehen.
Im Mittelpunkt standen die aktuellen Herausforderungen der Arbeit im Jugendmigrationsdienst sowie die Perspektiven für das Angebot als auch für die Jugendlichen mit Zuwanderungsgeschichte. Die Mitarbeitenden des JMD berichteten aus ihrer täglichen Praxis und schilderten konkrete Bedarfe, strukturelle Hürden und Entwicklungsmöglichkeiten. Dabei ging es um Zugänge zu Bildung und Arbeit/Ausbildung, um die psychosozialen Belastungen junger Zugewanderter, aber auch um die Rahmenbedingungen für eine nachhaltige und bedarfsgerechte Unterstützung.
Das Gespräch war von einer sehr wertschätzenden Atmosphäre geprägt und zugleich offen und konkret in der Sache. Kirsten Kappert-Gonther zeigte großes Interesse an den geschilderten Erfahrungen und unterstrich die Bedeutung der Jugendmigrationsdienste für gelingende Integration und gesellschaftliche Teilhabe junger Menschen. Die Caritas Bremen-Nord begrüßte den erneuten Besuch und den intensiven fachlichen Austausch zwischen der Bundestagsabgeordneten und Ina Tiedemann, Rüdiger Lautenbach, Sandra Galetzka, Serpil Arabaci und Nele Ulber.
Rund 500 Jugendmigrationsdienste (JMD) bundesweit unterstützen junge Menschen mit Migrationshintergrund zwischen 12 und 27 Jahren durch Beratung, Bildungs- und Freizeitangebote. Einen Schwerpunkt bildet die langfristige, individuelle Begleitung Jugendlicher auf ihrem schulischen und beruflichen Weg. Ziel ist es, die soziale Teilhabe der jungen Menschen zu fördern und ihre Perspektiven zu verbessern.