Hildesheim, 06.03.2026. Noch schnell den Kuchen fürs Vereinsfest backen, die Nachbarkinder mit zum Fußball nehmen, die Blumen für den Geburtstag der Schwiegermutter besorgen. Im Vorfeld des Internationalen Tags der Frau am 8. März weist der Caritasverband für die Diözese Hildesheim darauf hin, dass die Lasten in Haushalt, Familie und häuslicher Pflege weiter ungleich verteilt sind. Das kann für Frauen langfristig weitreichende finanzielle und gesundheitliche Folgen haben.
"Für Alleinerziehende ist das Risiko unter der sogenannten `Mental Load` zusammenzubrechen besonders groß", sagt Celine Biesenkamp, Referentin Schwangeren- und Familienberatung. "Unter ‘Mental Load` versteht man das stressige Sich-Kümmern und Organisieren der Familie und beinahe unsichtbar dafür zu sorgen, dass Alltag und Haushalt reibungslos funktionieren."
Dabei geht es nicht darum, dass manche Frauen diese Aufgabe gerne machen, weil sie sie als erfüllend empfinden. Aber die "Mental Load”‘ kann krank machen. Treten folgende Stressfaktoren auf, sollte man sich Hilfe holen, z. B. in einer Beratungsstelle der Caritas.
- Ruheloser, unterbrochener Schlaf, ständiges Gedankenkreisen
- Verspannungen, Rückenschmerzen und Kopfschmerzen
- Ständige Gereiztheit und depressive Phasen.
"Wenn Frauen wegen der `Mental Load` nur Teilzeit arbeiten können, so kann ihnen Altersarmut drohen. Daher sollten die Lasten in Partnerschaften besser aufgeteilt werden. In den Caritas-Beratungsstellen können wir dabei unterstützen und auch Alleinerziehenden helfen, sich anders zu organisieren." Auch eine Mutter-Kind-Kur, z.B. in den Caritas-Kliniken Langeoog, Wangerooge oder Braunlage kann neue Perspektiven eröffnen und Langzeitschäden vorbeugen.
Links zu Beratungsstellen der Caritas im Bistum Hildesheim:
Schwangeren- und Familienberatung,
Erziehungsberatung, Kurberatung, Familienerholung