Ein neues Expertengremium soll Maßnahmen für mehr Klimaschutz empfehlen. Der Rat aus Wissenschaftler:innen und Vertreter:innen der Zivilgesellschaft wird noch durch einen 60-köpfigen Bürgerausschuss ergänzt. Um Klimaschutz sozial gerecht zu gestalten haben die Wohlfahrtsverbände Caritasdirektorin Dr. Marie Kajewski in das neue Gremium entsandt. Am 17. April ist die erste Sitzung.
Die Aufgabe des Klimarates wird es sein, die Landesregierung dabei zu unterstützen, Klimaschutzmaßnahmen "praxisnah, sozial ausgewogen und wissenschaftlich fundiert" umzusetzen - so hat es die Staatskanzlei angekündigt. Dabei sollen auch 60 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger die Empfehlungen einem "Praxischeck" unterziehen.
"So stellen wir sicher, dass die besten Ideen aus den unterschiedlichen Perspektiven in die Klimapolitik des Landes einfließen", sagte Umweltminister Christian Meyer. "Das ist ein wichtiger Schritt für wirksamen Klimaschutz in Niedersachsen."
Für die Caritas ist klar: Die ökologische Transformation entscheidet sich nicht nur an politischen Zielen oder technischen Lösungen - sie entscheidet sich im Alltag der Menschen. Welche sozialen Folgen gesellschaftliche Veränderungen haben und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit Transformation gelingt - das erlebt der Wohlfahrtsverband täglich.
Dr. Marie Kajewski bringt genau diese Perspektive in den Klimarat ein: die Verbindung von Klimapolitik, Sozialpolitik und Lebensrealität. Sie sagt: "Die Zukunft ist kein Problem, das wir lösen müssen. Sie ist ein Raum, den wir gemeinsam gestalten dürfen."
Zu den 15 Mitgliedern gehören sechs Expert:innen aus der Wissenschaft:
• Prof. Anne Schierenbeck (Osnabrück),
• Prof. Ann-Kathrin Kößler (Hannover)
• Prof. Bernd Engel (Braunschweig)
• Prof. Barbara Lenz (Berlin)
• Prof. Elisabeth Endres (Braunschweig)
• Dipl-Ing. Bernhard Osterburg (Thünen-Institut)
Auf Vorschlag von Fachverbänden wurden neun weitere Mitglieder berufen:
• Jens Palandt, Erster Regionsrat Hannovers für die kommunalen Spitzenverbände
• Bianca Beyer für die Unternehmerverbände
• Björn Schaeper für die IHKN
• Gunter Stegemann für das Handwerk
• Susanne Gerstner für den BUND
• Prof. Dr. Holger Buschmann für den NABU
• Dr. Nataly Jürges für das Landvolk
• Prof. Dr. Silke Bothfeld von der Hochschule Bremen