Hildesheim, 17.4. 2026. Aus Anlass des morgigen Tages der Bahnhofsmissionen am 18. April weist der Caritasverband für die Diözese Hildesheim darauf hin, dass für viele Menschen die Bahnhofsmissionen nicht nur niedrigschwellige Hilfe bieten, sondern oft Halt und einen Schutzraum auf Zeit. Caritas und Diakonie betreiben in Niedersachsen und Bremen 16 Bahnhofsmissionen. Die Bahnhofsmission Göttingen feiert morgen ihr 50. Jubiläum.
Schutzraum auf Zeit
"Für ihn sei die Bahnhofsmission eine Nabelschnur, die ihn zeitweise ernähre, hat ein Mann anlässlich einer Jubiläumsfeier der Bahnhofsmission in Celle geschrieben", sagt Martin Weimann, beim Caritasverband für die Diözese Hildesheim zuständig für die Bahnhofsmissionen in Niedersachsen und Bremen und das Projekt Einsamkeit. Bahnhöfe sind Orte des Ankommens und des Aufbruchs - für manche Menschen aber auch Zufluchtsorte.
Aus den Statistiken aus dem Jahr 2025 kann man sehen, was das bedeutet. 93.716 Menschen haben in den Missionen einfach einen Aufenthaltsort gefunden in einer Zeit, in der immer mehr öffentliche Räume abgesperrt oder abgeschafft werden. Mit kleinen Auskünften und Hilfen konnten die meist ehrenamtlichen Helfer:innen 106.679mal weiterhelfen. In 8.525 Fällen wurde zu anderen Hilfsangeboten weitervermittelt. "Viele der Menschen sind mehrfach belastet. Sie haben soziale, finanzielle und psychische Schwierigkeiten und sind daher sehr dankbar für das Zuhören und das Verständnis", so Weimann. Aber auch das Angebot zum Duschen oder die Ausgabe von Kleidung wird gerne angenommen.
Mehr hilfesuchende Männer
Das Publikum der Bahnhofsmissionen ist übrigens vorwiegend männlich. In der Altersgruppe von 27 bis 65 Jahren waren es in den Bahnhofsmissionen im Jahr 2025 81.465 Männer und nur 39.287 Frauen, denen geholfen werden konnte. Die 16 Bahnhofsmissionen von Caritas und Diakonie befinden sich in Niedersachsen und Bremen: Braunschweig, Bremerhaven, Bremen, Celle, Emden, Göttingen, Hameln, Hannover, Hildesheim, Kreiensen, Leer, Lehrte, Lüneburg, Oldenburg, Osnabrück und Uelzen. Weitere Infos auf der Caritas-Homepage.
Rückfragen bitte an:
Martin Weimann, Projektstelle Einsamkeit, Diözesanbeauftragter der Bahnhofsmissionen Niedersachsen, Tel.: 05121 938 - 214, mob.: 0151 62325172,
martin.weimann@caritas-dicvhildesheim.de