Der Auftakt des Projekts Herzenskompass am Sonntag, 12. April im Tagungshaus der Katholischen Akademie in Hannover war ein Spiegelbild der Vielfalt in Kirche und Caritas. Auf der Suche nach ihrem inneren Kompass hatten sich rund 50 Ehrenamtliche und hauptberufliche Mitarbeiter:innen von Bremerhaven und Langeoog bis Friedland und Braunlage auf den Weg in die Landeshauptstadt gemacht, um sich auf eine spannende Reise zu begeben. Ziel: Halt und Orientierung in Arbeit und Alltag zu finden.
Simone Hahn vom Caritasverband für die Diözese Hildesheim moderierte den Auftakt und wurde dabei von der "Reiseleitung" aus dem Bistums-Team begleitet: Stephan Ohlendorf, Julia Niemann und Daniel Konnemann.

Die drei begeisterten und motivierten die Mitreisenden mit diversen Methoden und Techniken, um der eigenen inneren Kompassnadel nachzuspüren. Das war dann auch eine Weltreise mit Glöckchen und Kuhschelle, mit Klangschale, Atemübungen, Bibelarbeit und Gesang.
Der Vormittag war ein Herantasten in Gruppenarbeit an Fragen wie "Wie neugierig bin ich?" oder "Wie katholisch bin ich?" Dabei war der Austausch konstruktiv und wertschätzend, indem Erfahrungen der Caritas-Kolleginnen aus Beratungsstellen und Einrichtungen, aus Fachreferaten und Projekten einflossen. Am Nachmittag war der Austausch geleitet von der Emmaus-Geschichte aus dem Lukasevangelium und den "Lauschenden Händen", einem Ausflug in die Techniken des Qigong und einer "Phantasiereise".

Zum Abschluss gab es viel lobende Worte für das Organisationsteam und auch für die Lounge-Musik des Gitarristen Jan Jakob. Caritasdirektorin Dr. Marie Kajewski gab zu, dass sie am Anfang zum Thema "Geistliches Arbeiten" etwas skeptisch war. Nun zeige sich für sie, dass sich in solchen Räumen Ergebnisse durch das Zusammenspiel der Gruppe ergeben: "Ich bin jetzt sehr vertrauensvoll, was die Methode angeht."
Denn der 12. April war erst der Auftakt. Es sind drei weitere Mitmachmöglichkeiten vorgesehen:
1. Booklet mit Leifragen
"Ein persönlicher Kurztrip" - die Herzenskompass-Reise gibt es auch als Kurzreise. In einem Büchlein zum Selbst-Notieren stehen Fragen wie: "Was ändert sich durch mich heute?" oder "Wofür brenne ich?"
2. Tagesveranstaltungen
Auf regionalen Treffen mit Mitarbeitenden der Caritas und des Bistums mit je ca. 20 Personen wird die Reise fortgesetzt. Im Spätsommer 2026 geht es um Frage 1 "Was prägt mich?", im ersten Quartal 2027 um Frage 2 "Wie präge ich die Caritas?
3. Mehrtägige Workshops mit Übernachtung
Dort hat das Bistumsteam die Reiseleitung. Die Termine für die ausführliche Reise im September und Dezember 2026 stehen auf der Homepage zum Herzenskompass.
Wer noch auf der Reise zum Herzenskompass zusteigen möchte: Anmeldungen sind weiter möglich. Die Veranstaltung des Caritasverbandes für die Diözese Hildesheim sind für die Teilnehmenden kostenlos. Sie stehen auch denen offen, die beim Auftakt nicht dabei sein konnten.
Der Abschluss des Projekts ist für das zweite Quartal 2027 vorgesehen.