Der Bundestagsabgeordnete Dr. Christos Pantazis (SPD) hat die behördenunabhängige Asylverfahrensberatung der Caritas in der Landesaufnahmebehörde Braunschweig vor kurzem besucht. Gemeinsam mit den Caritas-Mitarbeiterinnen Ort Sandrine Tiyong-Fometio und Peggy Götz, war Magdalena Kruse vom Referat Migration und Integration des Caritasverband für die Diözese Hildesheim vor Ort. Pantazis informierte sich über die praktische Arbeit der Beratungsstelle sowie die aktuellen Herausforderungen.
Peggy Götz, Sandrine Tiyong-Fometio, Dr. Christos Pantazis und Magdalena Kruse Robert Braumann Caritas
Im Mittelpunkt des intensiven Austauschs standen insbesondere die möglichen Folgen eines Wegfalls der Asylverfahrensberatung ab dem Jahr 2027. Bisher wurden dafür keine Gelder im Haushalt bereitgestellt. Die unabhängige Beratung unterstützt Schutzsuchende dabei, das komplexe Asylverfahren zu verstehen, ihre Rechte und Pflichten zu kennen und ihre persönlichen Fluchtgründe vollständig und frühzeitig in das Verfahren einzubringen.
Die Mitarbeitenden berichteten aus ihrem Beratungsalltag und machten deutlich, welche Risiken fehlende oder nicht ausreichend erreichbare Beratungsangebote mit sich bringen würden. Schutzsuchende könnten wichtige Fristen versäumen, ihre Rechte nicht angemessen wahrnehmen oder entscheidende Informationen im Verfahren nicht rechtzeitig vorbringen. Für eine verlässliche Fortführung der Asylverfahrensberatung braucht es aus Sicht der Caritas langfristige finanzielle Rahmenbedingungen, ausreichend qualifizierte Fachkräfte und ein flächendeckendes, gut erreichbares Beratungsangebot.
Dr. Christos Pantazis betonte im Gespräch die hohe Bedeutung einer unabhängigen Beratung für faire, transparente und funktionierende Asylverfahren. Die Caritas dankt ihm für sein Interesse, den offenen Austausch und die Bereitschaft, sich mit den Erfahrungen aus der täglichen Beratungspraxis auseinanderzusetzen.
"Die Asylverfahrensberatung gibt Menschen in einer häufig sehr belastenden und unübersichtlichen Situation Orientierung und Sicherheit. Ihr Wegfall würde eine erhebliche Lücke hinterlassen. Deshalb hoffen wir auf eine tragfähige politische Lösung, die diese wichtige Arbeit auch über das Jahr 2026 hinaus sichert", erklären die Mitarbeiterinnen der Asylverfahrensberatung der Caritas in Braunschweig abschließend.