Zum siebten Mal fand in Berlin bei rekordverdächtigen Temperaturen der Caritas-Kongress statt. Diesmal bei rekordverdächtigen Temperaturen im EUREF-Campus. Unter dem diesjährigen Motto "Zusammen geht was" hatten sich knapp 1.000 Mitarbeitende der Caritas zusammengefunden, um sich zu gesellschaftlichen Themen auszutauschen. Niedersachsen war gut vertreten. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie gesellschaftlicher Zusammenhalt zwischen den Generationen gelingen kann. Weitere Themen, die das Programm zu bieten hatte, waren gesellschaftliche Transformation, Populismus, Klimakrise, Kriege und KI. Keynote-Sprecher:innen waren u.a. Aladin El-Mafaalani und Maja Göpel.
"Es war wahrscheinlich kein Zufall (eher gelungene Kongressdramaturgie), dass mit Aladin El-Mafaalani und Maja Göpel zwei sehr vernetzt und interdisziplinär denkende Köpfe den Auftakt und Abschluss des Programms bildeten. Von El-Mafaalanis Beitrag ist mir vor allem der Begriff 'Misstrauens-Gemeinschaften' im Kopf hängen geblieben. Den Kongress habe ich als guten Beitrag gesehen, uns als Caritas noch stärker als Vertrauensgemeinschaft zu sehen", meinte David Schulke, Landesgeschäftsführer Caritas in Niedersachsen.
Typisch Berlin: Melanie Kahlen, Dr. Marie Kajewski, Martin Weimann und Holger Gatzenmeyer stärken sich mit CurrywurstWeimann - Caritas
Besonders erfreulich war die bunte und vielfältige Beteiligung. So wuselten neben Anzug- und Schlipsträgern viele junge Menschen durch das Publikum, die den Charakter und das Bild des Kongresses stark prägten. Angebote wie ein Generationen-Kickertisch und die Brause-Walks (ein generationenübergreifender Spaziergang) rundeten das bunte Angebot ab.
Die Caritas aus dem Bistum Hildesheim war mit einem Workshop zum Thema Einsamkeit im Programm vertreten. Unter dem Titel "Einsamkeit - Was sie mit uns macht und wie wir ihr begegnen" wurde gemeinsam überlegt, wie man im privaten und professionellen Kontext besser auf Einsamkeit reagieren kann. Durch kurze Impulse, Austausch und Reflexion entstand ein Raum, in dem Verständnis wuchs und neue Perspektiven und Ansätze sichtbar wurden. Flankiert wurde der Workshop durch Hinweise zu Literatur, Ansprechpersonen und Netzwerken, verantwortet von DiCV-Referent Martin Weimann im Verbund mit Clara Friedrichsen von der CKD-Bundesgeschäftsstelle.