Außerdem verlangt der katholische Wohlfahrtsverband den umgehenden Zugang für Hilfsorganisationen vor Ort.
"Es ist unerträglich, dass Menschen an der Grenze zwischen Belarus und Polen erfrieren müssen, nur weil sie zum Spielball ungeklärter Flüchtlingsfragen geworden sind", sagt Caritasdirektor Achim Eng aus Hildesheim. Unter den Geflüchteten aus dem Nahen Osten sind Kinder und schwangere Frauen aber auch kranke, verletzte und Menschen mit Behinderung. Es soll mittlerweile zwölf Tote geben. Eng: "Es ist momentan nicht zu erwarten, dass Polen oder Belarus aus eigenem Antrieb die Situation entschärfen werden."
Aufnahme aus humanitären Gründen
Die Caritas fordert den Zugang für Hilfsorganisationen zu den notleidenden Menschen bekommen. Um schnellstmöglich zu helfen, ist es notwendig, zumindest besonders verletzliche Personengruppen in der EU aufzunehmen. Deutschland sollte hier vorangehen und ein bestimmtes Kontingent von Menschen aus humanitären Gründen aufnehmen. Der Zugang nach Polen zur Stellung eines Asylgesuchs muss ebenfalls ermöglicht werden. Außerdem braucht es intensive diplomatische Bemühungen, um die geopolitische Dimension des Konflikts und die damit verbundene Eskalationsspirale zu stoppen.
Die gesamte Position der Caritas zu dieser Frage hier: Position zur Situation an der polnisch-belarusischen Grenze
Suppen und Milch von Maltesern und Caritas
Für diejenigen der Geflüchteten, die inzwischen in Grenznähe in Lagerhallen ausharren, haben die Malteser in Deutschland Lebensmittel finanziert, die über die Caritas aus der Diözese Grodno verteilt werden. 1000 Tüten mit Fertigsuppen, Brot, Fisch- und anderen Konserven, Babynahrung und Milch sind verteilt, weitere 2.000 Pakete sind für die nächsten Tage gesichert. Die Caritas aus Grodno verteilt mit einem Team aus 30 Helferinnen und Helfer die Hilfsgüter. Sie berichten, dass der Zustand der Menschen sehr schlecht ist: nach vielen Tagen des Campierens im Freien - ohne Schutz vor Kälte und Feuchtigkeit. Die Malteser unterhalten seit vielen Jahren eine Partnerschaft mit der Caritas Belarus, um zum Beispiel armen Menschen und Menschen mit Behinderung zu helfen.
Spendenkonto:
Malteser Hilfsdienst e.V.
IBAN: DE 1037 0601 2012 0120 0012
S.W.I.F.T.: GENODED 1PA7
Stichwort: "Belarus-Hilfe"
Oder online: www.malteser.de