Augsburg - Im wiedereröffneten Goldenen Saal der Stadt August hat Bundeskanzlerin a.D. Dr. Angela Merkel den Elisabethpreis des Caritasverbandes für die Diözese Augsburg erhalten. Merkel nahm den Ehrenpreis für ihren Einsatz für Solidarität, Verantwortung, und gesellschaftlichen Zusammenhalt persönlich im Augsburger Rathaus entgegen. Der Festakt war Auftakt der zentralen Feierlichkeiten zum bundesweiten Caritas-Sonntag, die in diesem Jahr in Augsburg stattfanden.
"Angela Merkel hat als Physikerin, als Frau mit Ost-Biografie und als Christin das Amt der Bundeskanzlerin über 16 Jahre lang mit herausragender Verantwortungsbereitschaft ausgeführt. Rationalität, Liebe zu Freiheit und Gerechtigkeit und Nähe zu den Menschen waren für sie keine Gegensätze, sondern prägten gemeinsam ihre Amtsführung. Wir ehren Merkel für ihren inneren Kompass, mit dem sie die Geschicke des Landes glücklich lenkte", sagte Eva Welskop-Deffaa, Präsidentin des Deutschen Caritasverbandes.
Diakon Markus Müller, Direktor des Caritasverbandes für die Diözese Augsburg, würdigte Merkel als Preisträgerin im Geist der Heiligen Elisabeth: "Elisabeth steht für die entschiedene Hinwendung zu Menschen in Not und für gelebte Verantwortung. Unser Augsburger Elisabeth Preis ehrt keine Ämter, sondern Haltung." Die Heilige Elisabeth von Thüringen ist die Schutzheilige der Caritas.
Unter der Überschrift der Jahreskampagne "Zusammen geht was! Caritas verbindet Generationen." stand am Wochenende der gesellschaftliche Zusammenhalt und das Miteinander der Generationen im Mittelpunkt. Der bundesweite Caritas-Sonntag macht alljährlich die Verbindung von Gottes- und Nächstenliebe sichtbar. In Kirchengemeinden und Caritas-Einrichtungen wird an diesem Tag gezeigt, wo soziale Arbeit vor Ort Menschen unterstützt und Zusammenhalt konkret erfahrbar wird.