Der ehemalige stellvertretende Caritasdirektor Lars Kohlenberg wurde auf der Delegiertenversammlung am Freitag, 14. August offiziell verabschiedet. Ihm war Peter Oehmichen im Frühjahr nachgefolgt. In ihrer Abschiedsrede würdigte Caritasdirektorin Dr. Marie Kajewski ihren Ex-Vorstandskollegen. Er habe einen riesigen Werkzeugkasten mitgebracht - geprägt durch agile Arbeitsweisen, Erfahrungen aus der Informatik und in mittelständischen Unternehmen. Kajewski: "Ich persönlich habe von diesem Methodenreichtum unglaublich profitiert."

Lars Kohlenberg habe sich immer wieder auf die Frage eingelassen, was Kirchlichkeit der Caritas eigentlich konkret bedeutet. Er sei es gewesen, der darauf bestand, dass die strategische Bedeutung dieses Themas Satzungsrang haben müsse. Insgesamt erfülle sie die gemeinsame Zeit mit Dankbarkeit.
Lars Kohlenberg blickte in seiner Rede auf die letzten beiden Jahre zurück: Entscheidend für die gemeinsamen Erfolge sei die Reihenfolge: erst hätte man Teamleitungen mit den richtigen Menschen besetzt, dann hätten sich diese ihre Teams selbst gesucht - "Menschen, die fachlich stark sind und zugleich verstehen, dass es bei Caritas nie nur um Prozesse und Zahlen geht." Er sehe seine Arbeit als einen Weg mit steilen Abschnitten, mit Umwegen und mit guten Aussichten. Aber "nicht jeder Weg ließ sich gemeinsam zu Ende gehen." Er wünsche dem Caritasverband, dass er den begonnenen Weg fortsetzt: mit Klarheit in den Rollen, mit Mut zu notwendigen Entscheidungen und mit einem wachen Blick für die, für die Caritas da ist.