Wir helfen

Familie

Familie mit zwei Kindern, Opa und Oma beim HüpfspielKNA

Die Caritas wirbt um Wertschätzung für Familien, idealisieren das Familienleben jedoch nicht. Denn die Formel "Familie = Vater, Mutter, Kind" stimmt längst nicht mehr.
Der Diözesancaritasverband und seine Einrichtungen und Verbände thematisieren die vielfältigen Belastungen, die Familien managen müssen und zeigen die Grenzen der Belastbarkeit auf. Sie alle setzen ihre eigenen Ressourcen als Helfende, politisch Tätige und Arbeitgeberin ein, damit Familien gestärkt werden. Die Caritas fordert politisch und wirtschaftlich Verantwortliche auf, Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass Familie und Beruf, Pflege und andere Fürsorgeleistungen miteinander zu vereinbaren sind und Lasten gerecht verteilt sind.
Die Hilfen der Caritas sind so vielfältig wie die Probleme und die dahinter liegenden Ursachen der Familien. Dafür gibt es die Fachleute zum Beispiel in den einzelnen Beratungsstellen, den Kurhäusern oder der Sozialpädagogischen Familienhilfe. Weil es für den einzelnen Betroffenen nicht immer leicht ist, die für ihn passende Hilfe zu finden, bieten immer mehr Caritasverbände eine umfassende (Allgemeine) Sozialberatung an.

Erziehen, bilden und pflegen: von Familien wird viel erwartet. Doch nicht immer stimmen die Rahmenbedingungen, damit sie allen Anforderungen gerecht werden können. Die Caritas fordert eine auf Familien ausgerichtete Politik und Arbeitswelt. Die Caritas will, dass die Gesellschaft Familien solidarisch unterstütz. Das bedeutet:

  •  Arme Familien finanziell besser absichern
    Wenn Kinder da sind oder Angehörige pflegebedürftig werden, arbeiten Eltern meist Teilzeit oder bleiben ganz zu Hause. Dadurch sinkt ihr Familieneinkommen. Aber Kinder brauchen nicht nur Zeit, sie kosten auch viel Geld. Um das Armutsrisiko für Familien zu verringern, braucht es gezielte staatliche Maßnahmen. Deshalb wirbt die Caritas für ihr Konzept einer einkommensunabhängigen Kindergrundsicherung.
  • Familien zeitlich entlasten
    Familien müssen Erwerbsarbeit und Familienleben in Einklang bringen, ohne dabei unter permanentem Zeitdruck zu stehen. Beruf und Familie müssen noch besser miteinander zu vereinbaren sein. Die Voraussetzung dafür ist ein gutes, flexibles und verlässliches Kinderbetreuungsangebot.
  • Erziehung und Pflege gesetzlich anerkennen
    Erziehung und Pflege sind wichtig. Wer Angehörige pflegt, sollte per Gesetz eine längere Familienpflegezeit nehmen können. Zeitkontenregelungen müssen im Arbeitsrecht verankert werden.
  • Alleinerziehende besser unterstützen und absichern
    Alleinerziehende müssen bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch gute, flächendeckende und flexible Kinderbetreuung unterstützt werden. Noch mehr als bisher müssen Schul- und Ausbildungsabschlüsse in Teilzeit angeboten werden.
  • Familien brauchen eine gute Infrastruktur
    Neben einem guten Wohn- und Lebensumfeld und gerechten Bildungschancen gehören dazu auch Fördersysteme wie Frühe Hilfen, sozialpädagogische Familienhilfe, Erziehungs- und Lebensberatung, Fachberatungsstellen und Pflegedienste.

Der Caritasverband für die Diözese Hildesheim hat zum Jahresbeginn 2009 erstmals ein familienpolitisches Positionspapier verfasst. Im Rahmen der Vollversammlung der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (LAG FW), an der auch die damalige Sozialministerin Frau Ross-Luttmann teilgenommen hat, wurde das Papier der Öffentlichkeit vorgestellt.

Darin bekennt sich die Caritas nachdrücklich zur Familie in all ihren vielfältigen Formen und bekräftigt die anwaltschaftliche Unterstützung von belasteten Familien. "Es gibt heute viele Herausforderungen für Familien. Sie tragen Versorgungs-, Erziehungs- und Bildungsverantwortung", sagt Diözesan-Caritasdirektor Dr. Hans-Jürgen Marcus. "Wir wollen gerade belastete Familien dazu befähigen, aus eigener Kraft ihr Leben in die Hand zu nehmen."

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Mutter mit ihren Söhnen vor der Waschmaschine / KNA / Oppitz

Ihre Familie braucht Hilfe? Familienpflege unterstützt, wenn in besonderen Belastungssituationen die Weiterführung des Haushaltes, die ausreichende Betreuung und Erziehung der Kinder, die Pflege und Versorgung kranker, alter oder behinderter Familienmitglieder von der Familie nicht selbst geleistet werden kann. mehr