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Stand: 16.04.2018

Pressemitteilung

Leitplanken in der digitalen Welt

Caritas digital

 Die Zukunft ist jetzt

Die Möglichkeiten, die im rasanten Fortschritt durch Digitalisierung stecken, eröffnen neue Chancen und Potenziale. Der Caritasverband für die Diözese Hildesheim (DiCV) räumt dem Thema Digitale Transformation einen hohen Stellenwert ein. Das Thema erfordert für die vielfältigen Arbeitsbereiche der Caritas Veränderungen und Investitionen. Als Beraterinnen und Berater unserer Dienste und Einrichtungen wollen wir Angebote weiter entwickeln, um neuartige Hilfen und Prozesse zu ermöglichen und zu erproben. 

Digitale Transformation lernen

Die Digitalisierung der Arbeitswelt bringt in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft an vielen Stellen einen großen Nutzen für Patienten, Klienten und Mitarbeitende mit sich. Beispiele der Entbürokratisierung, der Entlastung von Routineaufgaben zugunsten menschlicher Zuwendung oder von Open-Data-Strategien lassen sich anführen. Doch auch die Risiken wachsen, dass Einzelne ausgegrenzt oder Persönlichkeitsrechte verletzt werden. Für die Caritas sind Datenschutz und IT-Sicherheit wichtig, weil sie die Individualrechte bewahren. In allen Bereichen - von der Datenverarbeitung über die Präsentation in sozialen Netzwerken bis hin zur Entwicklung von Videoberatung - wollen wir hierzu die Kompetenzen forcieren.

Qualität und ethische Verantwortung

Immer mehr Menschen lassen sich soziale Dienstleistungen über Plattformen, Netzwerke und Communities vermitteln. Dies darf nicht zu einer Senkung der fachlichen Qualität führen. Die Caritas fordert gesetzgeberische Unterstützung und neue Wege der Refinanzierung, um soziale Dienstleistungen mit den notwendigen Qualitätsstandards auch unter neuen Bedingungen anbieten zu können. Wir setzen uns besonders dafür ein, dass auch sozial benachteiligte Menschen an digitaler Bildung und den Chancen in der digitalisierten Arbeits- und Lebenswelt teilhaben und davon profitieren können.

Schnittstelle Mitarbeitende

Es ist notwendig, dass unsere Mitarbeitenden sowie die Beschäftigten in den uns angeschlossenen Diensten und Einrichtungen "digital sprech- und arbeitsfähig" sind. Das erfordert eine Bildungsoffensive für alle Aspekte der Digitalen Transformation innerhalb des Diözesan-Caritasverbandes. Ziel ist es, Methoden und Strategien der digitalen Kommunikation sowie Formen der digitalen Prozess- und Arbeitssteuerung stärker als bisher zu etablieren. Dazu gehört eine Überprüfung und Weiterentwicklung unserer Instrumente der Politikbegleitung und sozialpolitischen Interessenvertretung.

Selbstverpflichtung

Technische Machbarkeit allein ergibt für die Caritas noch kein Argument, neue Verfahren auch zu nutzen. Jeder kommuniziert leicht und schnell mit jedem. Aber leider genauso schnell auch gegen ihn. Wir wollen zur Nutzung mobiler Arbeitsgeräte einheitliche Standards entwickeln. Außerdem wollen wir grundsätzlich alle neuen Technologien darauf überprüfen, ob sie tatsächlich Barrieren überwinden, statt neue aufzubauen. Der Diözesan-Caritasverband setzt auf eine Unternehmenskultur, in der die Mitarbeitenden Defizite und Unsicherheiten zugeben dürfen, sowie eine breite Vermittlung von Wissen und Medienkompetenz.

Stand 26. April 2018, Heribert Schlensok

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