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Stand: 16.04.2018

Aktuelles\ Mai 2018

Theateraufführung in St. Ansgar

Darstellerinnen des Theaterstücks sitzend, weiß gekleidetGroße Begeisterung bei den rund 120 Zuschauer*innen löste das Theaterstück „Alice: Back to Wonderland. Wenn du über Grenzen gehst“ aus. Foto: Hedwig Mehring

Viel Applaus gab es für das am 04.05.2018 einmalig in Hildesheim in der Jugendhilfeeinrichtung St. Ansgar aufgeführte Theaterstück. Organisiert wurde der Auftritt vom Caritasverband für die Diözese Hildesheim gemeinsam mit der Stiftung kath. Kinder- und Jugendhilfe im Bistum Hildesheim. Eine großzügige Spende der Kollekte der Chrisam-Jugendmesse unterstützte den Auftritt finanziell.
"Es sind die Themen der Jugendlichen, besonders die, wo man sich als Minderheit fühlt, diese bringen sie auf die Bühne", so Parisa Hussein-Nejad, Projektleiterin und Theaterpädagogin. "Standen vor drei Jahren mit Entstehung des Projektes besonders Themen Geflüchteter im Vordergrund, erfolgte eine Weiterentwicklung hin zur Darstellung von Vielfalt - kurz Erfahrungen, wo und wie man sich als Minderheit in der Gesellschaft fühlt."
Auf eine Weiterentwicklung verwies auch Rosa Grave, die als Vertreterin für den "Nothilfe-Fonds für Flüchtlinge im Bistum Hildesheim" sprach. Dieser fördert das Projekt. War der Fonds mit Einrichtung in 2015 als erste Nothilfe aufgelegt worden, so verfolgt er zunehmend mehr das Ziel zur Finanzierung von Projekten zur Integration, auf Nachhaltigkeit ausgerichtet.

Rund um das Thema Liebe wurden eindrucksvoll Szenen aus dem alltäglichen Leben der jungen Menschen dargestellt. Sie umfassten eigene Erfahrungen von Diskriminierung und Hilflosigkeit gegenüber gesellschaftlichen Konventionen im Spannungsfeld zwischen transkultureller Begegnung und Traditionen in einem multikulturellen Deutschland des 21. Jahrhunderts. Es gelang den Schauspielerinnen und Schauspielern, mittels viel Tanz, Gesang, Text  und phantasiereicher Choreografie wahre Geschichten zu erzählen, Charaktere zu zeigen, Bilder und Stimmungen zu erzeugen, die zum Nachdenken führten.

"Es ist beeindruckend, welche künstlerischen  Fähigkeiten den jungen Menschen entlockt werden konnten", so eine Zuschauerin. "Über Kunst und Kultur können wir Brücken schlagen, nicht immer nur über den Kopf", setzt sie begeistert fort, denn Respekt vor Andersartigkeit sei vielfach noch ein Fremdwort. Sie dankte ausdrücklich dem Bistum und der Caritas, dass sie solche Aktivitäten förderten.

05.05.2018
Rosa Grave, Referat Ehrenamt in der Flüchtlingsarbeit

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