Engagement

Bürgerschaftliches Engagement

 

EngagementtypenIllustration: Chrissie Salz

Bürgerschaftliches Engagement umfasst...

Das Internationale Jahr der Freiwilligen sowie Europäische Jahr zur Freiwilligentätigkeit und zur Förderung der aktiven Bürgerschaft waren wichtige Etappen in der Weiterentwicklung in Deutschland und in Niedersachsen 2001 und 2011. Der Bundestag hat in seiner Enquete-Kommission "Bürgerschaftliches Engagement" diesen als Dachbegriff etabliert. Bundesweit ist das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) und in Niedersachsen die Freiwilligenakademie Niedersachsen (fan) entstanden.

Caritas ist dabei mehrfach aktiv: im Einsatz für benachteiligte Menschen, zur innerverbandlichen Ermöglichung von Engagement, als kirchlicher Akteur und in Vernetzung mit anderen kirchlichen Akteuren, als zivilgesellschaftlicher Akteur und als Partner mit anderen, anwaltlich gegenüber und partnerschaftlich mit staatlichen Ebenen. Wir leisten unsere eigenen Beiträge und fordern andere dazu auf.

In der Weiterentwicklung muss sich für alle Bereiche zeigen, wie sich Frauen und Männer gleicher Maßen beteiligen können (Gender-Frage), wie das Engagement für alle Gruppen offen ist (umfassende Inklusion und Integration), unabhängig von den wirtschaftlichen Voraussetzungen wird (Exklusion Benachteiligter) sowie eine ausreichende staatliche Förderung erhält (ohne darüber als Staat bestimmen zu wollen).

... Ehrenamt - für mich und andere -

Ehrenamt meint freiwillige und unentgeltliche Tätigkeiten, für die die realen Kosten erstattet werden. Ehrenamtliches Engagement hat in Deutschland eine lange Tradition auch mit kritischen Entwicklungen.

Innerhalb der Caritas bestehen vielfältige Engagementmöglichkeiten, in allen Diensten und Einrichtungen sowie in Pfarreien, bewusst ökumenisch geschieht dies in den Bahnhofsmissionen. Im Ehrenamtsportal finden sich dazu Informationen und eine Plattform mit angebotenen Einsatzorten. Die Fachverbände Caritas-Konferenzen und Sozialdienste katholischer Frauen bieten ehrenamtliches Engagement in Verbindung einer unterstützenden Struktur. Freiwilligenzentren, Mehrgenerationenhäuser und Seniorenservicebüros ermöglichen bewusst ehrenamtliches Engagement in christlicher Verantwortung auch für Bürgerinnen und Bürger unabhängig von einer kirchlich-religiösen Bindung.

... Selbsthilfe - für mich und nicht allein -

Angesichts einer ausgebauten professionellen Sozialen Arbeit bildeten sich in den 1970ern Selbsthilfegruppen und -organisationen. Engagieren sich im Ehrenamt Menschen für andere, wurden hier Menschen auf Grund eigener Betroffenheit aktiv und finden sich in selbstgeführten Gruppen zusammen. Selbsthilfekontaktstellen unterstützen inzwischen die Gruppen bei ihrer Bildung, geben weitere Informationen und sind in der Öffentlichkeitsarbeit aktiv. Der Kreuzbund ist die katholische Selbsthilfeorganisation für Suchterkrankte.

... Freiwilligendienste - für andere und in vertraglicher Struktur -

Seit 1964 können Jugendliche bis 27 Jahren das Freiwillige Soziale Jahr als Freiwilligendienst nutzen, um sich selbst (beruflich) zu orientieren und zugleich für andere tätig zu sein. Später kamen andere Freiwilligendienste hinzu. Mit Aussetzung des Zivildienstes wurde der Bundesfreiwilligendienst zusätzlich eingeführt, auch für Menschen älter als 27 Jahren. Informationen zu unseren Angeboten

... Praktika und staatsbürgerliche Pflichten

Praktika, auch wenn sie für den einzelnen im Rahmen seiner beruflichen Entwicklung verpflichtend sind, sind ein Beitrag zu Gunsten von Dritten im öffentlichen Raum. Staatsbürgerliche Pflichten (eigene Wahltätigkeit und Mitwirkung bei der Durchführung von Wahlen) tragen zum Funktionieren unseres Staates bei.

... Beteiligung und Unterstützung durch Dritte

Das Engagement von Stiftungen und Unternehmen, Sponsoring, Spenden und die Mitgliedschaft in Vereinigungen tragen auf vielfältige Art und Weise zu persönlichen und finanziellen Unterstützungen in allen Bereichen der Gesellschaft bei, wodurch die Gesellschaft insgesamt solidarischer und gerechter wird. Weitere Informationen

NICHT zum bürgerschaftlichen Engagement

zählen Aufgaben und Tätigkeiten auf Grund familiärer, nachbarschaftlichen oder anderer privater Beziehungen. Sie sind aber unerlässlich, denn es gilt umgekehrt, ohne diese Tätigkeiten wären noch mehr bürgerschaftliches Engagement und berufliche Tätigkeiten erforderlich. Deshalb gilt es, sich für den Erhalt und die Weiterentwicklung dieser hilfreichen Beziehungsnetzwerke ebenfalls bürgerschaftlich zu engagieren.