1,9 Millionen Kinder haben Anspruch auf staatliche Förderung. Übersetzt bedeutet das: Immer mehr Eltern können sich ihre Kinder im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr leisten. Erfahren Sie mehr über Ursachen und Lösungen der Kinderarmut. Klicken Sie hier .

Damit Familienleben gelingt
Die Einrichtungen und Dienste der Caritas unterstützen Familien in allen Lebenslagen. Darüber hinaus macht sich die Caritas in Politik und Gesellschaft für die Interessen von Familien stark.
Das Leben in Familie kann eine schöne Erfahrung sein. Familie ist für viele der beständige und verlässliche Ort, der für sie Heimat, Intimität, Glück, Liebe und Lebenssinn bedeutet. Familie sichert die gegenseitige Sorge, Verantwortung und Pflege zwischen den Generationen. Dementsprechend hoch ist auch der Stellenwert, der Familie in der Gesellschaft zugemessen wird.
Familienleben ist kein Kinderspiel
Deshalb suchen viele Familien Dienste und Einrichtungen, die sie in ihren vielfältigen Aufgaben und komplexen Lebensvollzügen stützen. Dies ist umso notwendiger, da Familien im Wettstreit der verschiedenen gesellschaftlichen Interessen strukturell und finanziell benachteiligt werden. In Familie zu leben ist vielfach zum Armuts- und Berufsrisiko geworden. Rund 1,8 Millionen Kinder und Jugendliche sind gezwungen, unter den einschränkenden und entwicklungshemmenden Bedingungen staatlicher Unterstützung zu leben.
Die Caritas hilft Familien, ihren Alltag zu bewältigen.
Dafür hält die Caritas eine Vielzahl von Diensten und Einrichtungen vor, die unterstützende Begleitung wie auch konkrete Hilfestellungen in Notsituationen leisten und Familien befähigen, wieder selbst für sich sorgen zu können.
Caritas macht sich stark für Interessen von Familien
Um der "strukturellen Rücksichtslosigkeit" entgegenzuwirken, engagieren wir uns im gesellschaftspolitischen Diskurs auch für die berechtigten Interessen der Familien. Die Caritas mischt sich ein, wenn es darum geht, ein kinder- und familienfreundliches Klima in unserer Gesellschaft zu schaffen.
Der Deutsche Caritasverband hat im Mai 2002 unter dem Titel "Familien stärken - Die Caritas bezieht Position" Rahmenbedingungen gefordert, die es Eltern ermöglichen, nach der Geburt eines Kindes verantwortlich über ihre weitere Lebens- und Berufsplanung entscheiden zu können. Dazu bedarf es neben eines bedarfsgerechten Ausbaus von qualifizierten Kinderbetreuungsangeboten auch einer finanziellen Absicherung der Entscheidungsoption, selbst die Kinder erziehen und betreuen zu wollen.
Um der finanziellen Benachteiligung von Familien und damit dem drastischen Armutsrisiko, dem Familien unterliegen, zu begegnen, fordert der Deutsche Caritasverband darüber hinaus deutliche Korrekturen in der bisherigen Steuer- und Versicherungssystematik. Der Familienlastenausgleich ist so zu gestalten, dass Eltern nicht allein auf Grund der Tatsache, dass sie für Kinder Sorge tragen, zu Sozialhilfeempfängern werden.
Es geht darum, dass junge Menschen zu Kindern und Familie Ja sagen und das Recht und die Pflicht der Erziehung wahrnehmen können. Für uns ist klar: Die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft bemisst sich an der Leistungsfähigkeit der Familien. Wie belastungsfähig sich Familien erweisen können, entscheidet aber nicht allein deren Fähigkeiten und Können, sondern auch, welche materiellen und immateriellen Ressourcen Familien zur Verfügung gestellt werden.
Der Caritasverband für die Diözese Hildesheim hat zum Jahresbeginn 2009 erstmals ein familienpolitisches Positionspapier verfasst. Im Rahmen der Vollversammlung der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (LAG FW), an der auch Sozialministerin
Ross-Luttmann teilgenommen hat, wurde das Papier der Öffentlichkeit vorgestellt.
Darin bekennt sich die Caritas nachdrücklich zur Familie in all ihren vielfältigen Formen und bekräftigt die anwaltschaftliche
Unterstützung von belasteten Familien. „Es gibt heute viele Herausforderungen für Familien. Sie tragen Versorgungs-, Erziehungs-
und Bildungsverantwortung“, sagt Diözesan-Caritasdirektor Dr. Hans-Jürgen Marcus. „Wir wollen gerade belastete Familien dazu
befähigen, aus eigener Kraft ihr Leben in die Hand zu nehmen.“ Das familienpolitische Positionspapier können Sie hier herunterladen.
